• Marina

ORGANISATIONSGENIE? - WOHL KAUM!

Kennt ihr diese Menschen, die irgendwie nie Zeit haben und immer behaupten, sie hätten so wahnsinnig viel um die Ohren und wären total gestresst? Also ich kann so etwas ja verstehen, wenn man wirklich viel zu tun hat. Allerdings habe ich den Eindruck, dass solche Worte vor allem von Menschen kommen, die abgesehen von ihrem Vollzeitjob und evtl. dem Haushalt gar nichts weiter an Beschäftigung haben.

Also ich habe sehr oft das Gefühl, mir selbst viel zu viel vorgenommen und davon nichts geschafft zu haben. Und trotzdem habe ich nun schon häufiger die Frage gestellt bekommen, wie ich es überhaupt schaffe, alles unter einen Hut zu bekommen. Immerhin habe ich meinen Vollzeitjob als Grafikerin, meinen Nebenjob als Fotografin, bin gerne unterwegs, um schöne Orte zu erkunden und neue Abenteuer zu erleben, versuche mir Zeit für meine Familie und meine Freunde zu nehmen, schmeiße meinen eigenen Haushalt und gönne mir auch mal etwas Zeit für mich.

Bevor ich diese Frage gestellt bekommen habe, habe ich mir eigentlich nie so richtig den Kopf darüber zerbrochen. Und eigentlich hatte ich auch nie den Eindruck, dass ich so wahnsinnig viel zu tun habe - nur wenn mir jemand mit einer Antwort kam wie „ich hab so viel zu tun, ich weiß gar nicht ob ich das schaffe“, kam ich ein wenig ins Grübeln. Ansonsten war mir das nie so bewusst. Doch wenn ich mir jetzt diese lange Liste anschaue, was ich alles versuche in einer Woche unter einen Hut zu bekommen, sieht das schon irgendwie nach einer ganzen Menge aus. Und trotzdem klappt es irgendwie.

Würde man mich nun als Organisationsgenie bezeichnen? Wohl kaum! Denn so richtig organisiert laufen meine Tage gar nicht ab. Auch wenn man das vielleicht denken mag.

Wie sieht also so eine ganz normale Woche bei mir aus? Darüber muss ich tatsächlich selbst erstmal nachdenken.

Aber dann wollen wir mal:

Mein regulärer Arbeitstag endet montags bis donnerstags gegen 16:00 Uhr und freitags bereits um 13:00 Uhr. Dementsprechend habe ich unter der Woche die Nachmittage noch frei und kann sie anderweitig nutzen. Da es mir persönlich sehr wichtig ist, ein wenig sportlich aktiv zu sein, habe ich zwei feste Tage in der Woche, an denen ich auf jeden Fall zum Sport fahre. An mindestens einem der anderen Tage versuche ich meine Schwester und ihre Kinder (meine Patenkinder) zu besuchen und mir auch mal Zeit für meine Freunde zu nehmen. Da ich gelegentlich an Samstagen auf Hochzeiten fotografiere, werden meine Abende unter der Woche gerne auch mal mit arbeiten verbracht - schließlich bearbeiten sich die Bilder nicht von allein. Und um auch da meine Familienbesuche und Tage mit Freunden nicht zu vernachlässigen, wird das Bilder bearbeiten oft auf den späten Abend verlegt, sodass ich unter der Woche häufig nicht vor 00:00 Uhr ins Bett komme.

Genauso wie die Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden ist mir auch die Zeit für mich selbst sehr wichtig. So verbringe ich dann auch mal einige ruhige Abende mit einem tollen Buch an der Elbe oder auf dem Balkon. Und um auch meine Reiselust nicht ganz zu vernachlässigen, versuche ich wenigstens einmal in drei Monaten aus meiner gewohnten Umgebung rauszukommen. Dabei ist es völlig egal, ob ich 50km oder 500km quer durch Deutschland fahre oder in ein anderes Land fliege. Denn ich bin der Meinung, dass es in jedem Ort der Welt etwas Tolles zu entdecken gibt.

Und alles, was mit Haushalt zu tun hat, wird dann immer zwischendurch erledigt.

Ich persönlich bin nicht der Meinung, dass das besonders organisiert aussieht, aber da darf sich gerne jeder selbst seine Meinung bilden. Letztendlich kommt es, in meinen Augen, aber auch nicht auf die Organisation an, sondern auf die täglichen Gewohnheiten.

In diesem Sinne, bis bald.

xoxo, Marina aka. milovelydream

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